Girokonto
Ein Girokonto ist die gebräuchlichste Kontoform für Privatpersonen in Deutschland. Das Girokonto dient dabei als eine Art virtueller Geldbeutel und lässt schnelle monetäre Aktionen zu. Nichtsdestotrotz erhält der Inhaber eines Girokontos natürlich auch Zinsen, wobei deren Höhe auf der Menge des angelegten Geldes beruhen. Diese fallen wiederum aber natürlich nicht so hoch aus, wie es bei einer längerfristigen Investition der Fall wäre.
Doch seit wann gibt es das Girokonto überhaupt?
Diese Frage ist bis heute nicht vollends geklärt. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass es bereits im 11. Jahrhundert unter Kaufleuten ähnliche bargeldlose Transaktionen gab. In der islamischen Welt war bereits im 14. Jahrhundert das sogenannte Hawala System etabliert. Unter diesem kam es unter den Händlern zu fast keinen tatsächlichen Zahlungen mehr. Vielmehr wurden die Transaktionen schriftlich fest gehalten und anschließend verrechnet, weshalb Werte auch übertragen werden konnten. Dieses Prinzip basierte dabei natürlich auf einem fundamentalem Vertrauen der Händler untereinander, wobei ein Missbrauch hart bestraft wurde. Das heutige Girokonto wurde erst ab den 60er Jahren populär. Zu diesem Zeitpunkt wurden die sogenannten Lohntüten ersetzt durch die monatliche Überweisung, wie wir sie heute kennen.